Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein für Horst und Umgegend e.V.

Emil-Nolde-Straße 31  ⋅  25358 Horst (Holst.)  ⋅  Tel. 0 41 26 - 25 61

Haus & Grund Horst e.V.

Emil-Nolde-Straße 31

25358 Horst (Holst.)

Tel. 0 41 26 - 25 61

Die Vereinsgeschichte von Haus & Grund Horst - Teil 1 (1950 - 1981)

Die ersten Haus- und Grundeigentümervereine Schleswig-Holsteins entstanden bereits in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts.

Die Gründung des Horster Ortsvereins erfolgte im Jahr 1950. Aktueller Anlass zum Zusammenschluss einiger Horster Hausbesitzer waren die mit dem Wohnraumbewirtschaftungsgesetz verbundenen Schwierigkeiten sowie das angekündigte Lastenausgleichsgesetz, das für die Hausbesitzer eine starke finanzielle Belastung bringen würde.

Hier ein paar Hintergründe: Die Gemeinde Horst hatte, bedingt durch den Zuzug der Vertriebenen, im Jahr 1950 mehr als doppelt so viele Einwohner als vor dem Krieg. Wohnraumbewirtschaftung hieß, die neu hinzugekommenen Einwohner in den vorhandenen Wohnungen unterzubringen. Mit der Durchführung des Gesetzes war die Gemeindeverwaltung Horst beauftragt. Hier übertrug man diese durchaus unangenehmen Arbeiten dem Wohnungsamt. Die Belegung der Häuser mit Vertriebenen (vielfach auch 'Flüchtlinge' genannt) wurde nach vorheriger Begehung der Räumlichkeiten angeordnet.

Die Gründer des Ortsvereins hatten sich zum Ziel gesetzt, die in diesem Zusammenhang entstandenen Spannungen zwischen der Gemeindeverwaltung und den Vertriebenen einerseits und den Hausbesitzern andererseits zu mildern. In Einzelfällen sollten die Interessen der Hauseigentümer gegenüber der Verwaltung stärker vertreten werden, um Härtefälle zu minimieren.

Die Gründungsversammlung des Ortsvereins fand am 6. Juni 1950 in der Wohnung des Postbeamten Johann Dau statt. Die weiteren Gründungsmitglieder waren der Rentner Wilhelm Brauer, der Baumeister Emil Schlüter, der Zimmermeister Johannes Fehrs und der Friseurmeister Otto Poser. Sie bildeten auch bis 1954 den Vorstand. 1. Vorsitzender war Johann Dau, der aber schon am 25.06.1954 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellen musste. Eine einberufene außerordentliche Mitgliederversammlung am 1. Juli 1954, zu der 85 Mitglieder erschienen waren, wählte Erich Stoffel zum neuen 1. Vorsitzenden sowie Harald Janßen in das neu geschaffene Amt des Geschäftsführers. Diese beiden Herren leiteten die Geschicke des Vereins bis 1975. Am 2. Februar 1955 wurde Johann Dau zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Weitere langjährige Vorstandsmitglieder waren Herbert Lensch, Heinrich Mohr, Claus Thormählen, Erich Barg, Wilhelm Brauer und Johannes Fehrs. Nachdem Erich Stoffel fast 20 Jahre an der Spitze des Vereins gestanden hatte, trat er am 19.02.1975 von seinem Amt zurück. Er wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Der Vorstand wurde in der Mitgliederversammlung am 19. Februar 1975 neu besetzt. Es wurden gewählt zum 1. Vorsitzenden Ortwin Klenke, zum 2. Vorsitzenden Heinz Wulff, Kassenwart Ernst-Günter Pingel und in einer späteren Nachwahl zum Schriftführer Peter Kelting. Das Amt des Geschäftsführers wurde aufgehoben.

Gerade in der Zeit, als Erich Stoffel oder auch Ortwin Klenke den Vorsitz des Vereins führten, suchten viele Mitglieder den Rat und die Unterstützung des Vereins. Hier traten insbesondere einige Themen stark hervor. Da war die Versorgung des Ortes mit fließendem Wasser und der damit verbundene Anschluss an den Wasserbeschaffungsverband Krempermarsch. Die Verlegearbeiten des Wasserleitungsnetzes wurden in diesen Jahren durchgeführt. Auch wurde in den 70er Jahren die Sanierung des Horster Kanalnetzes erforderlich. Der Gemeinderat erließ hierfür eine Beitrags- und Gebührensatzung. Sie brachte für die Horster Hausbesitzer untragbare Belastungen.

In einer Mitgliederversammlung Anfang 1974 - mit 350 Anwesenden - wurde gegen diese Satzung heftig protestiert. Eine Satzungsänderung erfolgte 1977. Sie brachte für die Hausbesitzer annehmbare Beitragssätze.

Die Aufgaben des Haus- und Grundeigentümervereins haben sich immer den momentanen Gegebenheiten angepasst, um die Mitglieder in den aktuellen Problemen zu beraten. Dies erfolgt auf den Mitgliederversammlungen durch Referate oder in Einzelberatungen. Einst waren es Probleme, die das Wohnraumbewirtschaftungsgesetz oder der Lastenausgleich aufwarfen - heute sind es Energieeinsparungsprogramme oder die Förderung zur Sanierung des Wohnraums.

 

Die Vereinsgeschichte von Haus & Grund Horst - Teil 2 (1982 - 2008)

Der Horster Grundeigentümerverein hat in seiner heute 58 Jahre alte Vereinsgeschichte in seinem Vorstand sehr lang wirkende Personen verzeichnet.

Es sind bis heute nur 5 Vorsitzende gewählt oder im Amt tätig gewesen.

Der letzte Wechsel war vor 16 Jahren mit der Übergabe der Vereinsgeschäfte von Heinz Wulf, der 8 Jahre das Amt des 1. Vorsitzenden innehatte, an Michael Krumbholz, der bis 2010 gewählt ist.

Zu den geehrten Personen, die 25 und mehr Jahre dem Verein gedient haben, gehörte 1992 Karin Muxfeld, die unermüdlich das Kassieren und Austragen der Norddeutschen Hausbesitzerzeitung (NHZ) besorgte.

1999 wurden Günter Pergande und Peter Kelting für ihre Vorstandsarbeit geehrt und mit der Ehrennadel des Zentralverbandes ausgezeichnet.

2001 wurde Heinz Wulf nach 26 Jahren Vorstandstätigkeit auf dem Landesverbandstag in Reinbek für seine außerordentlichen Leistungen im Verein mit dem Abzeichen des Zentralverbandes geehrt.

2001 ging eine langjährige Vorstandsära mit Ernst-Günter Pingel zu Ende. Von 1968-1971 als 2.Vorsitzender und von 1976-2002 als Schatzmeister des Vereins hat er 30 Jahre im Vorstand für eine korrekte und solide Kassenführung gesorgt. In der Dankesrede zu seiner Ehrung und Verabschiedung wurde der nachbarschaftliche “Kleine Dienstweg“ von den Anwesenden und der Presse mit Erstaunen wahrgenommen. 

Am 21.01.1986 erschien in der NHZ ein Vereinsporträt von Haus & Grund Horst mit seinem damaligen 1. Vorsitzenden Heinz Wulf und erzählte 30 Jahre Vereinsgeschichte mit seinen Personen und Aufgaben, die in der Mitgliederberatung, dem Mietrecht, den Betriebskostenabrechnungen, den Finanzierungsfragen, den Versicherungen, dem Erbrecht und dem Bau- und Planungsrecht bestehen. Dieses ist noch heute so in vielen Sprechstunden.

Der Schwerpunkt der Beratungen hat sich durch die dichte Bebauung zum Streitthema “Nachbarrecht“ verschoben. Da der 1. Vorsitzende seit 1992 an den monatlichen Sprechstunden in der Sparkasse zusammen mit dem Rechtsanwalt des Landesverbandes teilnimmt und Protokoll führt, ist dieses nachvollziehbar.

Weitere Marksteine sind im Jahre 2000 die Einführung einer “Homepage“ mit Internetpräsenz als einer der ersten von 90 Ortsvereinen in Schleswig-Holstein und im Jahre 2003 das Erscheinen der 1. Ausgabe unseres Horster Mitteilungsblattes, dass pro Quartal an unsere Mitglieder verteilt wird. Das im handlichen DIN 5 Format gedruckte Heft begann mit 20 Seiten und ist heute nach 5 Jahren und 20 Ausgaben bei 32 Seiten angelangt.

Die Internetaktivitäten und das Erstellen des Mitteilungsblattes sind ohne das Mitwirken unseres Vorstandsmitgliedes Frank Bock undenkbar.

Im gleichen Jahr begann die Teilnahme von Haus & Grund Horst mit einem Stand des Landesverbandes in der Frühjahresveranstaltung in der Elbmarschenhalle. Der Auf- und Abbau und die Betreuung obliegt dem Horster Ortsverein, während die weiteren Steinburger Ortsvereine die personelle Ausstattung wahrnehmen.

Jedes Jahr hatte sein überragendes Thema. War es 2004 die Mieterselbstauskunft und Bonitätsprüfung für unsere Horster Vermieter, so hat uns 2005 eine umfangreiche Satzungsänderung nach 30 Jahren gutgetan. Ab 2006 wurde der Energiepass und 2007 die Erbschaftssteuerreform auf den Weg gebracht. Im Verein wurden bis Ende 2008 bei 300 Mitgliedern ca. 60 Energiepässe beraten, ausgefüllt und über den Landesverband abgewickelt.

Die Erbschaftssteuer ist nach 2 mühseligen Jahren der Beratung auf der Zielgeraden, aber aus Sicht der Grundeigentümer gehört sie abgeschafft, da versteuertes Vermögen doppelt besteuert wird.

In der nächste Zukunft wird auf uns ein ebenso großes Arbeitspensum zukommen. Die Dichtigkeitsprüfung der Abwasseranschlüsse an das öffentliche Netz steht bis 2009 (Wasserschutzgebiet) und 2015 jedem Eigentümer bevor. Erfahrungen der Stadt- und Gemeindewerke haben ergeben, das 90% aller Anschlüsse undicht sind.

Die Dienstleistung für seine Mitglieder hat bei den Horster Grundeigentümern einen hohen Stellenwert und wird selten zu ganz großen Schlagzeilen führen. Von Außen wird dem Horster Haus-und Grundeigentümerverein das richtige “ Augenmaß“ bescheinigt.

 

Haus & Grund Broschüre

Ausgabe  3/2020

Nr. 71

Haus & Grund Horst - Nr. 71

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